01_EP7
01_EP7
europan 7
besetzte Ikeas
Europan Lausanne 2003
1. Preis ex aequo
Auftraggeber: communes de Renens et Prilly
Leistungsumfang: LPH 1-2
Überarbeitung in einem gemeinsamen Workshopverfahren 2004
Die vorgefundene Freiheit von verschiedenen Funktionen nebeneinander wird übertragen in eine Wohnungsbautypologie. Großmaßstäbliche Gebäude mit großen Innenräumen, die schwerlich für eine traditionelle Wohnnutzung brauchbar sind, laden mit Ihrem Überangebot an Raum zu Inspiration und Kolonisation ein.
Nicht jeder Bewohner eines Hauses wird ein weltweit agierendes Unternehmen gründen, wie HP oder Apple. Das Zusammenspiel von Beruf, Hobby, Wohnen, Lager, Familie, Kolleg*innen, Nachbar*innen und Freund*innen ermöglicht jedoch die Nutzung des Raumes auf sehr individuelle Art und Weise im Kontakt zum öffentlichen Raum.
Das Potential des offenen Raumes bildet die Basis des Quartiers.
Die Flexibilität schließt die Möglichkeit einer introvertierten, suburbanen Wohnbebauung genauso ein, wie die Entwicklung hin zu einem extrovertierten, lebendigen Teil von Lausanne. Der Versuch, Gentrifizierung zu planen, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Gebiet eine populäre Nachbarschaft wird.
mit
Michael Trinkner
Projekte
Bauen in Gemeinschaft
76_AWS
76_AWS
Alte Weberei Steinen
Städtebaulicher Rahmenplan + , 2014, 1.Preis
Auftraggeber: Gemeinde Steinen
vertreten durch Bürgermeister Rainer König
Eisenbahnstraße 31, 79858 Steinen
Leistungsumfang: Städtebaulicher Ideenwettbewerb, anschließende Rahmenplanung und LP1-4 für 3 Mehrfamilienhäuser
BGF: 25.927,85 qm
Fertigstellung: 2014-2018
in Zusammenarbeit mit rheinflügel severin und hermanns landschaftsarchitektur
Im heterogenen Gefüge von Alt und Neu, Wohnen und Gewerbe, vermittelt der Entwurf im Westen Steinens zwischen den Gegensätzen. Eine variable Gewerbespange bildet im Süden eine schallabschirmende Kante gegenüber Bahn und Recyclingbetrieb, während sich im Norden das neue Quartier behutsam in die kleinteilige Wohnstruktur einfügt. Zwischen diesen Polen entsteht eine Abfolge von vier offenen Wohnhöfen, die sich nach Norden orientieren und nach Süden einen geschlossenen Rücken ausbilden. Der Entwurf übersetzt die Maßstäblichkeit der Umgebung in eine klare Gliederung aus Gewerbeband, Wohnhöfen und Parkzone.
Eingebettet in das neue Wegenetz bildet der Turbinengarten an der Lörracher Straße das grüne Entrée des Quartiers – mit Erhalt des Bestands, Integration historischer Gebäude und der Möglichkeit, ein Kanalstück als sichtbare Erinnerung zu reaktivieren. Der Garten steht für die Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart und markiert die Schwelle zwischen öffentlichem Raum und den zunehmend privaten Höfen. Die Typologien Zeilen, Punkthäuser, Reihenhäuser ermöglichen vielfältige Wohnformen wie Eigentum und Miete, kleine Einheiten und Clusterwohnungen, verbunden durch gemeinschaftlich nutzbare Freiräume.
Die Freiraumstruktur folgt drei Bändern. Im Süden das Gewerbeband mit funktionaler Erschließung, in der Mitte die Wohnhöfe mit Gartenlandschaften, im Norden die Parkzone mit Solitärbäumen und Spielbereichen. Eine zentrale Erschließungsachse strukturiert das Quartier, ergänzt durch Stichwege und fußläufige Anbindungen.
Das Konzept ist modular und anpassungsfähig. Jeder Wohnhof verfügt über eine eigene Tiefgarage, wodurch eine abschnittsweise Realisierung möglich ist. Vier gezielte Überarbeitungen mit optimierten Zufahrten, ein Sockelgeschoss für Lärmschutz, angepasste Baukörper und ein ergänzender Fußweg stärken die räumliche und funktionale Qualität. Der Entwurf schafft ein lebendiges Quartier, das aus dem Ort heraus gedacht ist und neue Räume für gemeinschaftliches Wohnen und nachbarschaftliches Leben eröffnet.
Projekte
Öffentliches Bauen
148_DAV
148_DAV
Kletterzentrum in Neu-Anspach
BGF: 1382 qm
Auftraggeber: Deutscher Alpenverein Sektion Hochtaunus Oberursel e.V.
Leistungsumfang: LP 4–8 in ARGE mit Sabine Waldmann, Darmstadt, LP 1–3 Klaus Füner Architekten
Fertigstellung: 23.9.2023
Die Sektion Hochtaunus Oberursel des Deutschen Alpenvereins errichtete ein Kletterzentrum mit Innen- und Außenkletterflächen. In dem Gebäude sind zusätzlich ein Bistro, die Geschäftsstelle des Vereins und Mehrzweckräume für Versammlungen untergebracht. Das Gebäude wurde als Holzbau realisiert.
Der Entwurf besteht aus einem trapezförmigen, dreigeschossigen Gebäude mit einem nach Süden geneigten Pultdach. Der Baukörper ist in das nach Norden hin abfallende Gelände eingeschoben, sodass ein direkter Ausgang sowohl vom Erdgeschoss als auch vom Untergeschoss möglich ist. Die Erschließung erfolgt von der Südseite, sowie über eine Rampe mit einem Nebeneingang von der Ostseite des Gebäudes. An der Südseite weist das Bauwerk eine Traufhöhe von 8,81 m auf. Die Stellplätze befinden sich südlich, dem Kletterzentrum vorgelagert zur Philipp-Reis-Straße hin.
Im Erdgeschoss befindet sich ein offener Bistrobereich mit Theke, Ausleihe und Kasse, sowie Büro und Nebenräume der Geschäftsstelle der DAV Sektion. Darüber hinaus gibt es einen Büroraum für den Betriebsleiter der Kletterhalle, der über den Thekenbereich erschlossen wird. Dem Thekenbereich ist eine kleine Aufwärmküche angeschlossen. Über eine Galerie im Haupthallenraum gelangt man zu den Umkleiden und WCs, sowie zum Aufzug. Im EG befindet sich der Kletterbereich 2, ein kleinerer, ca. 10,00 m hoher Kletterbereich für Kurse, Anfänger und zum Aufwärmen. Über eine innere Treppenanlage werden das Obergeschoss sowie der tiefer liegende große Kletterbereich 1, erschlossen. Im Obergeschoss sind zwei Mehrzweckräume und der Boulderbereich untergebracht. Im rückwärtigen Bereich befindet sich eine weitere Treppe, die sowohl vom Mehrzweckraum 1 als auch über den offenen Boulderbereich direkt zu erreichen ist und als 2. Rettungsweg ins Freie führt.
Der bei -2,96m gelegene Haupthallenbereich hat eine Höhe von 14,95 und verfügt neben dem Nebenzugang über einen weiteren nördlichen Ausgang, der zu den Außenkletterwänden führt. Im unteren Bereich befinden sich zusätzlich Schließfächer, Lager und Technikräume. Der Kletterbereich ist sowohl durch den Bodenbelag als auch über ein Sitzmöbel voneinander getrennt. Über den Aufzug können alle Geschosse barrierefrei erschlossen werden. Die geplanten Kletterwandflächen betragen im Kletterbereich 1 (Haupthalle UG) ca. 660 m2, im Kletterbereich 2 (Haupthalle EG) ca. 110 m2, im Außenbereich ca. 250 m2 und im Boulderbereich ca. 160 m2.
Projekte
Öffentliches Bauen
160_ELA
160_ELA
„Neue Nachbarschaft am Kloster der Elisabethinnen“
Neue Nachbarschaft am Kloster der Elisabethinnen“
Werkstattverfahren „Neue Nachbarschaft am Kloster der Elisabethinnen“
BGF: 9.365 qm
Bauherrschaft: Schwestern der heiligen Elisabeth
Leistungsumfang: städtebaulicher Vorentwurf in Zusammenarbeit mit stern landschaften
Fertigstellung: in Bearbeitung, von der Jury zur Weiterbearbeitung empfohlen
Für den Obst- und Gemüsegarten der Klosteranlage der Elisabethinnen in Aachen wurde eine städtebauliche Entwicklung erarbeitet. Die Aufgabenstellung „Vielfalt“ sieht für die Bebauung eine Nutzung als Hochschulstandort für die Katholische Hochschule Aachen und als Wohnstandort mit einem Anteil integrierter Pflege-WGs vor. Dabei erhoffen sich alle Beteiligten Synergieeffekte durch neue Nutzungen in der direkten Nachbarschaft des Klosters. Eine Eigenständigkeit der alten und neuen Nutzungen soll gleichzeitig räumlich wie funktional weiterhin Bestand haben.
Die Hangkante mit seinem üppigen Baumbestand ist Ausgangspunkt der Weiterentwicklung. Der Baumbestand wird auf dem zu entwickelnden Gelände ergänzt und schafft eine Kontinuität zum bestehenden Freiraum. Solitäre Baukörper in diesem Baumfeld stehen einzeln am Hang und ermöglichen eine großzügige Durchgrünung und Durchwegung des kompletten Hanggrundstückes. Es entsteht ein Waldquartier.
Eine öffentliche Wegeverbindung vom südöstlich gelegenen Preusweg zum nordwestlich gelegenen Hasselholzer Weg – dem Apolloniasteig. Das Gebäude der Katholische Hochschule und ein Mobility-Hub bilden den Auftakt des Apolloniasteiges im Süden und schaffen für das neue Gebiet eine Adresse. Im Norden bildet eine kleine Kerzenkapelle mit Freisitz, Abendsonne und Blick in den Preuswald den Auftakt in das Gebiet. Punktuell werden die Serpentinen des neuen Apolloniasteiges mit den bestehenden Wegen der Klosteranlage verbunden und verknüpfen so das Bestehende mit der neuen Nachbarschaft.
Projekte
Öffentliches Bauen
24_NUE
24_NUE
Machbarkeitsstudie Empfangsgebäude der Nürburg, in Zusammenarbeit mit Sabine Waldmann
Auftraggeber:
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz
Direktion Burgen Schlösser Altertümer
Festung Ehrenbreitstein
56077 Koblenz
Leistungsumfang: Machbarkeitsstudie, mit Sabine Waldmann
Fertigstellung: 2009
BGF: 560
Ankommend am Parkplatz unterhalb der Nürburg steht das Schnitzelhaus an repräsentativem Ort, der die Eingangssituation prägt. Das Ziel ist eine gemeinsame Nutzung dieses Gebäudes. Die Aufgabenstellung der Machbarkeitsstudie II beinhaltet die Umgestaltung des bestehenden Gebäudes „Schnitzelhaus“ zu einem Ortsangemessenen Entree der Burgruine Nürburg. Synergien zwischen Restaurant und Eingangsgebäude sind erwünscht und aufzuzeigen. Das Eingangsgebäude ist als Vereinzelungsanlage/ Passagengebäude zu planen, um eine Kontrolle zu gewährleisten.
40_KEI
40_KEI
Keipp KG
Auftraggeber: Keipp KG
Leistungsumfang: LP 1-8
BGF: 2.700
Fertigstellung: 2014
Auf einem Eckgrundstück der Technologiemeile Ludwigshafen entsteht ein neuer Unternehmensstandort für die Keipp Unternehmensgruppe. Fünf Unternehmen mit teils ähnlichen Profilen teilen sich den Neubau, der in zwei Bauabschnitten realisiert werden soll. Der erste Abschnitt umfasst ca. 1.350 qm für elektra und ProPlan, der zweite erweitert das Ensemble um ca. 2.650 qm für Göckler Holle, mosbau und Keipp. Die räumliche Nähe stärkt Kooperationen und bündelt Funktionen.
Das Gebäude bildet einen kraftvollen, zusammenhängenden Baukörper. Zur Straße zeigt es ein repräsentatives Gesicht: Eine farbige Pfosten-Riegel-Fassade mit Glas und Metallflächen prägt das Obergeschoss. Im Hof orientieren sich Werkstatt und Logistik zur Bahnlinie, funktional und offen für betriebliche Abläufe. Großzügige Verglasungen markieren die Zugänge. Eine überhöhte Attika an der Nordwestecke setzt den Haupteingang in Szene und schafft Raum für Firmenkennzeichnung.
Die Struktur trennt Massiv- und Leichtbau. Straßenseitig wurde ein kompakter Verwaltungsbau ausgebildet, östlich eine flexible Hallenkonstruktion mit großem Stützenraster. Die klar gegliederte innere Organisation folgt den betrieblichen Abläufen von Werkstatt und Lager. Büroflächen und Besprechungsräume liegen im Obergeschoss. Synergien entstehen durch gemeinschaftlich genutzte Infrastrukturen.
Der Außenraum übernimmt gestalterische wie ökologische Funktionen. Eine begrünte Randzone mit Bäumen, Versickerungsflächen und ein leicht modellierter Streifen entlang der Ludwig-Reichling-Straße gliedern das Grundstück zur Straße hin. Die Stellplätze im ersten Bauabschnitt werden von acht großkronigen Bäumen begleitet. Regenwasser wird vor Ort versickert.
Der benachbarte Landschaftsstreifen im Norden bleibt unbebaut und bietet Potenzial für langfristige Freiraumentwicklung. Südlich des Grundstücks sind technologieaffine Nachnutzungen vorgesehen. Das neue Gebäude positioniert sich als Teil eines wachsenden Innovationsquartiers.
Mit seiner gemeinsamen Hülle, funktionalen Klarheit und offenem Ausdruck bildet das Betriebsgebäude ein starkes räumliches und identitätsstiftendes Zentrum für die Keipp Unternehmensgruppe.
























































































