183_Roetgen

Gemeinschaft leben in Roetgen

Status: in Bearbeitung

Im lebendigen Ortskern von Roetgen entsteht mit dem gemeinschaftlichen Wohnprojekt „Gemeinschaft leben in Roetgen“ ein neuer Ort für generationenübergreifendes Wohnen, Begegnung und gegenseitige Unterstützung. Zwischen Hauptstraße und Rosentalstraße ergänzt das Projekt die bestehenden öffentlichen Einrichtungen und schafft mit dem „Dorfwohnzimmer“ einen offenen Treffpunkt für Bewohner*innen und Dorfgemeinschaft.

Ausgangspunkt des städtebaulichen Konzepts sind die eifeltypischen, einraumtiefen Langhäuser mit einfachen Satteldächern. Das Gesamtvolumen gliedert sich in drei kompakte Baukörper, die gemeinsam einen geschützten Innenhof fassen. Die Häuser nehmen Maßstab und Struktur der umgebenden Bebauung auf und öffnen sich gleichzeitig mit Durchblicken zu den angrenzenden Gärten. Verbunden werden die Gebäude über einen barrierefreien Laubengang im Obergeschoss, der eine wirtschaftliche Erschließung der vielen kleineren Wohnungen ermöglicht.

Das straßenbegleitende Langhaus bildet die Adresse des Ensembles. Hier befinden sich der Haupteingang, ein gemeinschaftlich genutzter Waschsalon sowie das Dorfwohnzimmer als zentraler Ort des Austauschs. Ergänzt wird das Angebot durch Werkstatt, Gästeappartement und eine Clusterwohnung mit rollstuhlgerechten Einzelappartements und gemeinschaftlichem Wohnbereich. Die beiden weiteren Langhäuser nehmen vorwiegend kleinere Wohnungen für ein bis zwei Personen auf. Flexible Schalträume ermöglichen es, Wohnungen an veränderte Lebenssituationen anzupassen oder zusammenzuschalten.

Die Außenräume sind als abgestufte Gemeinschaftsbereiche konzipiert. Vor dem Haus entsteht unter altem Baumbestand ein halböffentlicher Freiraum für die Dorfgemeinschaft. Der begrünte Innenhof mit Regenwassermulden, Aufenthaltsflächen, Boulebahn und Außenküche dient als Treffpunkt für die Hausgemeinschaft und verzahnt sich räumlich mit der Umgebung.

Das Projekt verfolgt einen umfassenden Nachhaltigkeitsansatz. Neben der sozialen Idee eines gemeinschaftlichen und genossenschaftlichen Wohnens stehen eine ressourcenschonende Holzbauweise, kompakte Grundrisse sowie ein möglichst CO₂-armer Betrieb im Mittelpunkt. Photovoltaikflächen, Wärmepumpe, flächeneffiziente Strukturen und der Verzicht auf eine Tiefgarage reduzieren langfristig Ressourcenverbrauch und Betriebskosten. Die flexible Konstruktion ermöglicht zudem eine einfache Anpassung der Gebäude an zukünftige Anforderungen und Lebensmodelle.


Projekte

Bauen in Gemeinschaft

Grüner Weiler e.G. auf der Oxford Kaserne inMünster, 2022–2025
WESTFÄLISCHER PREIS FÜR BAUKULTUR 2025
Innenausbau Grüner WeilerWaschsalon
Genossenschaftliches Wohnprojekt inAachen, 2020–2023
ARCHITEKTURPREIS NRW 2024
Baugruppe Baufreunde. Neubau auf dem Kinderheimgelände "Auster" in Köln Sülz, 2012–2013
KÖLNER ARCHITEKTURPREIS 2014 (KAP)
Werkstattverfahren Mia Nia Via hejmo, Wohnen im Ostpark in Bochum, 2022,1. Preis 
Baugruppe Stadtteilchen. Neubau auf dem Clouth-Gelände in Köln-Nippes, 2013–2017
KÖLNER ARCHITEKTURPREIS 2017 (KAP)
Baugruppe achtBar. Neubau auf dem Clouth-Gelände in Köln-Nippes, 2013–2017
Wettbewerb Wohnungsbau Wellinghofer Straße in Dortmund, 2023  
Zukunft Wohnen, Entwurfswerkstatt als Mehrfachbeauftragung in Köln, 2015 
Mehrfachbeauftragung, Genossenschaftliches Mehrgenerationen-Wohnprojekt in Ratingen, 2018, 1. Preis 
Europan 7 in Lausanne, 2003, 1. Preis
Gemeinschaft leben in Roetgen, 2026