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32_GEL / Finanzamt und Polizeistation in Geldern, eingeladener Wettbewerb
 

Projektdaten ansicht modell modell perspektive schnitt

 

mit Cub L94 Landschaftsarchitekten

 

Die Gebäude
Beide Gebäude teilen sich einen Sockel, der das Parken und die Technik aufnimmt. Die Sohle liegt leicht über dem Hochwasserstand von +24.00m ü. N.N. Einer Wolldecke ähnlich bedeckt ein Klinkerstein als Fassaden- und Belagsmaterial die verschiedenen Räume unter diesem Bereich. Die Klinkerflächen wölben sich auf, knicken ab und schaffen so großzügige und geschmeidige Übergänge. Der im unteren Niederrhein oft verwendete Klnkerstein wird so neu interpretiert.
In einer gläsernen Fuge zwischen Sockel und den hofartigen Obergeschossenbefinden sich vornehmlich die öffentlichen und halbüffentlichen Funktionen, jeweils die Eingangsfoyers, im Finanzamt die Service und Informationsstelle, sowie Büros mit starkem Besucherverkehr , bei der Polizei Wartebereiche und der Wachraum. In den darüberliegenden Geschossen sind die vielen Büros und ihre Nebenräume angeordnet. Alle Räume gruppieren sich um einen Innenhof, der teilweise begrünt ist, teilweise mit Wasserflächen gestaltet ist.
Um die Flexibilität im Inneren auch zukünftig gewährleisten zu können wurde die Fassade, analog zur Aufteilung der Büroräume im Inneren, im 1,2-Raster entwickelt. Es entsteht ein Wechselspiel von geschlossenen, spiegelden Metallflächen und offen Glasflächen. Dieses Wechselspielzweier Unterschiedlicher Materialien rhythmisiert zum einen die Fassade und erzeugt einen menschlichen Massstab, die Fassade kann aber zusätzlich optimal auf die Erfodernisse im Inneren reagiern.
Haustechnik
Heizung
Für den Gebäudekomplex Finanzamt/Polizei wird eine Heizungszentrale vorgesehen. Beide Gebäude erhalten eine Heizunterzentrale. Es wird eine Gaswärmepumpe (Luft/Wasser) vorgeschlagen. Die spitzenlasten werden mit einem Gasbrennwertkessel abgedeckt.

Lüftung
Für die Einzelbüros ist eine dezentrale fassadenintegriert Lüftung mit Wärmetauscher vorgesehn- Die Fenster können zusätzlich manuell geöffnet werden. Ein Präsenzfühler minimiert zusätzlich den Energieaufwand für die Lüftung und Heizung. Lediglich die Sitzungsräume und große Besprechungsräume verfügen über eine konventionelle Lüftungs und Klimaanlage. Ein Teil der Abluft wird mittels Überstromöffnung in die Flure geleitet und als Zuluft für die Wcs vorgesehen. Die Brauchwasserbereitung erfolgt dezentral, lediglich die Umkleiden der Polizei und die Hausmeisterwohnung verfügen über ein zentrales System.
Kälte
Betriebskälte für die EDV-Räume erfolgt übereine konventionelle über das Kaltwassernetz. Die Sitzungsräume und große Besprechungsräume erfolgt für die Kälteerzeugung über Slicalgel und Vakuumröhrenkollektoren.
Sanitär
Für die Wcs, zur Wagenwäsche und für die Pflanzenbewässerung wird eine Regewassernutzung vorgeschlagen. Teilweise kann eine Rigolenversickerung zur Entlastung z.B. bei Starkregen vorgesehen werden.
Elektro
Die Grundbeleuchtung soll 300 lx betragen, Einzelleuchten am Arbeitsplatz stellen die erfoderlichen 500lx zur Verfügung. Eine tagesabhängige Dimmung minimiert zusätzlich den Energiebedarf.