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mit Cub L94 Landschaftsarchitekten
Die Gebäude
Beide Gebäude teilen sich einen Sockel, der das Parken und die Technik
aufnimmt. Die Sohle liegt leicht über dem Hochwasserstand von +24.00m
ü. N.N. Einer Wolldecke ähnlich bedeckt ein Klinkerstein als Fassaden-
und Belagsmaterial die verschiedenen Räume unter diesem Bereich. Die
Klinkerflächen wölben sich auf, knicken ab und schaffen so großzügige
und geschmeidige Übergänge. Der im unteren Niederrhein oft verwendete
Klnkerstein wird so neu interpretiert.
In einer gläsernen Fuge zwischen Sockel und den hofartigen Obergeschossenbefinden
sich vornehmlich die öffentlichen und halbüffentlichen Funktionen,
jeweils die Eingangsfoyers, im Finanzamt die Service und Informationsstelle,
sowie Büros mit starkem Besucherverkehr , bei der Polizei Wartebereiche
und der Wachraum. In den darüberliegenden Geschossen sind die vielen
Büros und ihre Nebenräume angeordnet. Alle Räume gruppieren
sich um einen Innenhof, der teilweise begrünt ist, teilweise mit Wasserflächen
gestaltet ist.
Um die Flexibilität im Inneren auch zukünftig gewährleisten
zu können wurde die Fassade, analog zur Aufteilung der Büroräume
im Inneren, im 1,2-Raster entwickelt. Es entsteht ein Wechselspiel von geschlossenen,
spiegelden Metallflächen und offen Glasflächen. Dieses Wechselspielzweier
Unterschiedlicher Materialien rhythmisiert zum einen die Fassade und erzeugt
einen menschlichen Massstab, die Fassade kann aber zusätzlich optimal
auf die Erfodernisse im Inneren reagiern.
Haustechnik
Heizung
Für den Gebäudekomplex Finanzamt/Polizei wird eine Heizungszentrale
vorgesehen. Beide Gebäude erhalten eine Heizunterzentrale. Es wird eine
Gaswärmepumpe (Luft/Wasser) vorgeschlagen. Die spitzenlasten werden mit
einem Gasbrennwertkessel abgedeckt.
Lüftung
Für die Einzelbüros ist eine dezentrale fassadenintegriert Lüftung
mit Wärmetauscher vorgesehn- Die Fenster können zusätzlich
manuell geöffnet werden. Ein Präsenzfühler minimiert zusätzlich
den Energieaufwand für die Lüftung und Heizung. Lediglich die Sitzungsräume
und große Besprechungsräume verfügen über eine konventionelle
Lüftungs und Klimaanlage. Ein Teil der Abluft wird mittels Überstromöffnung
in die Flure geleitet und als Zuluft für die Wcs vorgesehen. Die Brauchwasserbereitung
erfolgt dezentral, lediglich die Umkleiden der Polizei und die Hausmeisterwohnung
verfügen über ein zentrales System.
Kälte
Betriebskälte für die EDV-Räume erfolgt übereine konventionelle
über das Kaltwassernetz. Die Sitzungsräume und große Besprechungsräume
erfolgt für die Kälteerzeugung über Slicalgel und Vakuumröhrenkollektoren.
Sanitär
Für die Wcs, zur Wagenwäsche und für die Pflanzenbewässerung
wird eine Regewassernutzung vorgeschlagen. Teilweise kann eine Rigolenversickerung
zur Entlastung z.B. bei Starkregen vorgesehen werden.
Elektro
Die Grundbeleuchtung soll 300 lx betragen, Einzelleuchten am Arbeitsplatz
stellen die erfoderlichen 500lx zur Verfügung. Eine tagesabhängige
Dimmung minimiert zusätzlich den Energiebedarf.